Berufsbild Hundefriseur in Deutschland und Österreich - von Margit Schönauer

Berufsbild Hundefriseur in Österreich und Deutschland – von Margit Schönauer

Wer Hundefriseur (Groomer) werden möchte  sollte sich bewusst sein, dass dies der  Einstieg zur Selbstständigkeit werden wird. Kaum jemand in der Branche sucht ausgebildete Mitarbeiter – eher Hilfskräfte -, die bei gewissen Tätigkeiten wie zum Beispiel beim Baden oder Föhnen zur Hand gehen.

Das Gewerbe Hundefriseur ist ein offenes Gewerbe und kann somit ohne Weiteres von jedem der einen Gewerbeschein löst, betrieben werden.

Grundsätzlich ist es möglich, die Tätigkeit in einem Geschäftslokal, oder mobil – also beim Kunden zu Hause – anzubieten. Wobei es hier wichtig ist die Vor- bzw. Nachteile der beiden Serviceleistungen im Vorfeld abzuwägen, wie beispielsweise Investitionskosten, Standortsuche und Auswahl und vieles mehr.

Zum Basis-Tätigkeitsumfang zählt das Bürsten, Entfilzen, Waschen, Föhnen, Trimmen, Schneiden oder Scheren von Hunden nach dem Standard des FCI – also rassetypisch – oder nach Kundenwunsch.

Eine Affinität zu Tieren und ein guter Zugang zu Menschen sind Voraussetzung für diesen Beruf. Es sollte einem stets bewusst sein das mit Lebewesen gearbeitet wird und die Arbeit dadurch nicht immer einfach sein kann. Außerdem muss man sich darüber im Klaren sein das der Hundefriseur eine Person ist dem ein Tier anvertraut wird und ein wichtiges Familienmitglied vom Kunden ist.

Wie bereits eingangs erwähnt besteht keine gesetzliche Verpflichtung einer Ausbildung, noch ist der Hundefriseur in Deutschland und Österreich kein Lehrberuf und somit nicht staatlich anerkannt.
Wie bei allen anderen Berufen sollten jedoch gewisse Grundkenntnisse unbedingt erworben werden, um im späteren Berufsleben bestehen zu können.
Ausbildungen werden von Hundefriseure oder Züchtern angeboten, die mehr oder weniger Erfahrungen mitbringen. Gute Ausbildungsstätten haben eine langjährige Erfahrung, besuchen selbst regelmäßig Seminare oder Workshops, stellen Ausbildungsunterlagen zur Verfügung und bieten die Möglichkeit eines Schnuppertages an.
Je länger die Ausbildung dauert, desto größer ist die Chance unterschiedlichste Hunderassen kennen zu lernen und zu verstehen.
Am Ende der Ausbildung bieten viele Ausbildner eine Prüfung in Theorie & Praxis an. Ein Diplom oder Zertifikat bestätigt die erfolgreich absolvierte Ausbildung zum Hundefriseur.  Eine kostenlose Auffrischung des Erlernten nach der Ausbildungszeit wird von sehr wenigen als zusätzliche Leistung angeboten, was aber selbstverständlich sein sollte.

Eigenschaften eines Hundefriseurs:

  • Geeignete Ausbildung
  • Grundwissen der Tätigkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • Geduld
  • Stressresistenz
  • Körperliche Fitness
  • Guter Umgang mit Mensch & Tier
  • Bereitschaft viel Zeit zu investieren
  • Unternehmerisches Denken
  • Bereitschaft zur Weiterbildung – am besten auf internationalem Terrain

 

5 Kommentare
  1. Simone
    Simone sagte:

    Wie ist es, wenn man einen eigenen Hund hat, den man nicht den ganzen Tag alleine lassen möchte.. Kann man als Hundefriseur den eigenen Hund während der Arbeitszeit in den Salon mitnehmen wenn er gelernt hat auf seinem Platz zu liegen?
    LG

    Antworten
  2. Liana
    Liana sagte:

    Der Test wahr toll,danke.
    Ich würde sooo gerne die Ausbildung machen, leider wird die arge wahrscheinlich
    Nein sagen zur Finanzierung….
    Ich hoffe ich kann das Geld zusammen sparen 😉

    Antworten

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